Verkabelt, verdrahtet, vernetzt – Wireless Wahn als Fluch oder Segen?
Ohne technische Hilfsmittel kommt heute keiner mehr aus. In deutschen Haushalten findet man allerorten Fernseher, PCs und Drucker. Zusätzlich haben viele einen mp3-Player, ein Smartphone, ein Betriebshandy und ein Net- oder Notebook. Man möchte überall erreichbar sein, seine E-Mails checken, sich googlend neues Wissen aneignen und so weiter, und so fort. Das Webzeitalter 2.0 nimmt uns vor allem in Form von Social Networks in Beschlag. In Facebook, meinvz und anderen Communities laden wir private Fotos hoch, posten der Welt, welche Laus uns gerade über die Leber gelaufen ist und aktualisieren unsere Daten. Überall verfügen wir über Hot Spots und surfen rund um die Uhr von jedem Ort der Welt per Wireless Lan im Netz.
Doch ist die Verkabelung, Immer-Erreichbarkeit und das tägliche Onlinesein tatsächlich ein Segen oder doch eher ein Fluch? Früher, als es nur lahme Gurken-Computer und brikettgroße Funkgeräte gab, als selbst zu Hause nicht jeder über ein Telefon verfügte, musste man seinen Kumpel oder seine Oma besuchen, um sie zum Beispiel zu einer Feier einzuladen oder etwas zu erzählen, und konnte nicht mal eben schnell eine SMS oder Mail schreiben. Freundschaften waren noch wirkliche Freundschaften und kein vom Sammeltrieb erzwungenes, billiges Objekt der Begierde in sozialen Netzwerken, wie es heute der Fall ist.
Vor 20 Jahren war auch das analoge Fotografieren auf Film noch etwas Besonderes. Heute schießen wir mit unseren Digitalkameras dagegen unzählige Fotos und stellen diese sofort ins Netz, um sie Freunden oder der ganzen Welt zu zeigen. SELBSTDARSTELLUNG DELUXE könnte man da sagen. Jeder will nur seine positiven Eigenschaften ins virtuelle Rampenlicht stellen und sich bestmöglich verkaufen.
Wir möchten in diesem Blog – einem von mittlerweile Abermillionen! – nicht alles negativ betrachten, da die weltweite Vernetzung ja zweifelsohne auch Vorteile hat. Freundschaften sind rund um den Erdball möglich, man verliert sich nicht aus den Augen und kann mit Menschen in Kontakt treten, die man schon ewig nicht mehr gesehen hat. Man hat in Notfällen ein Handy dabei, kann sich überall informieren, seine liebste Musik downloaden und Freunde spontan zu Partys einladen. Wichtig ist, die Medien gezielt und bewusst einzusetzen und sein Leben nicht vollkommen davon bestimmen zu lassen. Wir informieren hier, kritisch aber aufgeschlossen, rund um elektronische Medien, Soziale Netzwerke und viele ungeahnte Möglichkeiten des Internets – denn ohne all diese Errungenschaften leben will schließlich auch keiner mehr!
Wenn die IT-Technik versagt muss meist ein Fachmann ran, der wieder alles richtet. Aber manchmal ist dieser Schritt garnicht notwendig, wenn man nur ein wenig mehr Durchblick auf diesem Gebiet besitzen würde. Abhilfe schaffen Fachbücher der Informatik auf lehmanns.de.